Histologische Untersuchung – Präzise Diagnostik auf Gewebebasis
Was ist eine histologische Untersuchung?
Die histologische Untersuchung ist ein zentraler Bestandteil der Pathologie und dient der mikroskopischen Beurteilung von Gewebeproben. Sie ermöglicht die genaue Diagnose von entzündlichen, degenerativen und tumorösen Erkrankungen und liefert essenzielle Informationen für die Therapieentscheidung.
Typische Fragestellungen für eine histologische Untersuchung sind:
- Ist eine Gewebeveränderung benigne oder maligne?
- Liegt eine entzündliche oder autoimmune Erkrankung vor?
- Wurden alle Tumorzellen vollständig entfernt?
Ablauf der Untersuchung – Von der Probe zum Objektträger
1. Einsendung & Fixierung
- Das Gewebe wird nach der Entnahme durch Chirurgen, Gastroenterologen oder andere Fachärzte in Formalin fixiert, um die Zellstrukturen zu erhalten.
2. Makroskopischer Zuschnitt durch den Pathologen
- Der Pathologe begutachtet das Gewebe, nimmt gezielte Proben und untersucht die Resektionsränder, um sicherzustellen, dass das krankhafte Gewebe vollständig erfasst wurde.
- Besonders relevante Areale werden zur weiteren Analyse identifiziert.
3. Einbettung & Schnittpräparation
- Die Gewebeproben werden entwässert, in Paraffin eingebettet und auf Mikrotome geschnitten.
- Die dünnen Schnitte werden auf Objektträger aufgebracht und für die Färbung vorbereitet.
4. Färbetechniken & Diagnostik
- Standardmäßig erfolgt die Hämatoxylin-Eosin (HE)-Färbung, um Zellstrukturen sichtbar zu machen.
- Bei speziellen Fragestellungen kommen Sonderfärbungen (z. B. PAS, Giemsa, Masson-Trichrom) zum Einsatz, um bestimmte Zellbestandteile besser zu differenzieren.
5. Mikroskopische Beurteilung & Befunderstellung
- Der Pathologe analysiert das Gewebe unter dem Mikroskop und erstellt einen detaillierten Befundbericht, der direkt an den behandelnden Arzt übermittelt wird.


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• Erstbefund: innerhalb von 24 Stunden nach Materialeingang.
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