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Das Pankreaskarzinom

Jährlich erkranken in Deutschland über 19.000 Menschen an einem Tumor der Bauchspeicheldrüse. Das Pankreaskarzinom gilt als die Krebserkrankung mit der ungünstigsten Prognose. Da die Tumoren im Frühstadium in der Regel keine Beschwerden verursachen, erfolgt die Diagnose häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Entsprechend niedrig liegt die relative 5-Jahres-Überlebensrate, die derzeit bei nur etwa 8 % liegt.

Mehr als 95 % der Fälle entfallen auf das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC), das aus dem exokrinen Gangsystem hervorgeht und in acht molekulare Subtypen eingeteilt werden kann. Daneben gibt es eine Reihe weiterer solider oder zystischer Pankreastumoren. Diese treten einzeln betrachtet selten auf, zeigen aber ein breites Spektrum, das von gutartigen bis hin zu hochaggressiven Tumoren reicht.

Relevante Gene beim Pankreaskarzinom

Die am häufigsten vorkommende genetische Veränderung beim Pankreaskarzinom betrifft das KRAS-Gen. Über 90 % der Betroffenen weisen Mutationen auf, meist in Form von Gly12Asp oder Gly12Val. Diese Veränderungen gelten als frühe Initiator-Mutationen und lassen sich bereits in Vorläuferläsionen nachweisen. Klinisch haben sie prognostische Bedeutung: In mehreren Studien zeigte sich, dass Patientinnen und Patienten ohne KRAS-Mutation ein signifikant längeres Überleben haben.

Darüber hinaus sind Tumorsuppressorgene wie TP53, CDKN2A und SMAD4 häufig betroffen.

Besonders relevant sind die KRAS-Wildtyp-Tumoren. Hier treten vermehrt NTRK- oder NRG1-Fusionen sowie onkogene Mutationen in BRAF (Klasse II/III) und PIK3CA auf. Für diese genetischen Veränderungen stehen in bestimmten Fällen zielgerichtete Therapien zur Verfügung.

Etwa 7,5 % der Patientinnen und Patienten mit Pankreaskarzinom tragen zudem eine vererbte Keimbahnmutation in DNA-Reparaturgenen wie BRCA1 oder BRCA2. Wird eine solche Mutation eindeutig nachgewiesen, können PARP-Inhibitoren therapeutisch eingesetzt werden.

Wo finden Sie uns?

An den Augusta Krankenanstalten in Bochum. Sie finden uns am Seiteneingang des Geländes der Augusta Krankenanstalten.

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